Eröffnung

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Die Eröffnung ist die Anfangsphase eines Schachspiels. Die ersten Züge einer Schachpartie können entscheidend dafür sein, ob du das Spiel gewinnst oder verlierst.

Goldene Eröffnungsregeln

  1. Entwickle deine Figuren.
  2. Ziehe keine Figur doppelt.
  3. Königssicherheit: Rochiere (möglichst) früh.
  4. Kontrolliere das Zentrum.

Figuren entwickeln

Mit Figuren sind vor allem die Leichtfiguren (Läufer und Springer) und die Schwerfiguren (Turm und Dame) gemeint. Entwickeln heißt, dass du diese Figuren ins Spiel bringst, so dass sie sich bewegen können und nicht hinter den Bauern eingesperrt sind.

  • Entwickle zuerst Springer und Läufer.
  • Die Dame sollte nicht zu früh ins Spiel gebracht werden.

Früh rochieren

  • Theoretisch kannst du schon im 4. Zug rochieren.

Zentrum kontrollieren

Das Zentrum des Schachbrettes sind die Felder d4, e4, d5 und e5.

  • Wenn du weiß bist, ziehe wenn möglich deine Bauern auf d4 und e4. Damit kontrollierst du die Felder c5, d5, e5 und f5.
  • Schaue, dass deine Leichtfiguren (Läufer und Springer) in die Mitte beziehungsweise ins Zentrum zielen.

Bekannte Eröffnungen

Im Folgenden eine unvollständige Liste von Eröffnungen in alphabetischer Reihenfolge

  • Französische Verteidigung
  • Italienische Eröffnung
  • Königsindisch
  • Londoner System
  • Sizilianische Verteidigung
  • Spanische Eröffnung

Vor- und Nachteile

Wenn du bekannte Eröffnungen auswendig lernst und beherrscht, hat das folgende Vorteile:

  • Du sparst Zeit. Umso länger die Eröffnung geht, desto mehr Zeit sparst du. Das kann vor allem in Blitzpartien von großem Vorteil sein.
  • Du stehst nach der Eröffnung normalerweise in einer guten Position und gerätst nicht sofort in Bedrängnis.

Nachteile:

  • Deine Gegner erkennen deine Eröffnungsvariante und können Gegenmaßnahmen anwenden.
  • Wenn dein Gegner von den Grundvarianten abweicht, könnte dich das verunsichern.

Sonstiges

  • Auf die Eröffnung folgt das sogenannte Mittelspiel.
  • Die Eröffnung kann nach 2 Zügen beendet sein. Wenn dein Gegner kooperiert, dann kann die Eröffnung aber auch zum Beispiel 8 Züge lang gehen.[1]
  • Im ersten Zug des Spiels hast du 20 Möglichkeiten zu ziehen: Jeder der 8 Bauern kann entweder 1 Feld oder 2 Felder (Doppelschritt) nach vorne ziehen. Das macht 16 Züge. Außerdem können beide Springer jeweils 2 Felder anspringen.
  • Gegen Ende einer guten Eröffnung stehen oftmals keine Figuren mehr zwischen den eigenen Türmen. Man spricht dann auch davon, dass die Türme verbunden sind.

Je stärker du bist, desto wichtiger werden die Eröffnungen (weil alle die "Basics" können") und desto mehr Theorie gibt es zu lernen, um den Gegnern eine Nasenlänge voraus zu sein.


Weiterführendes

       

  1. Die 3 wichtigsten Schach-Prinzipien von Lars Pilawski, abgerufen am 18.5.2022
  2. Newsletter von Huschenbeth am 17.7.2021