Als ich die letzte Schach-WM-Partie zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand live verfolgte, wurde ich das erste mal der Schachnotation konfrontiert.

In diesem 2-teiligen-Post stelle ich vor, was ich bis jetzt über die Schachnotation gelernt habe – wenn du dein Schachspiel verbessern willst, hilft dir das bestimmt weiter.

Also, fangen wir an:

Was bekannt sein dürfte:

Ein Schachbrett hat 8 mal 8, also 64 Felder. Beide Spieler haben jeweils 16 Figuren, 8 Bauern und 8 andere Figuren (König, Dame, 2 Türme, 2 Springer/Pferde und 2 Läufer).

Im Folgenden gehen wir davon aus, dass das Schachbrett so liegt, dass unten die weißen Figuren stehen.

Linien und Reihen

Schachnotation
Nun wird es interessant:
Die Schachfelder werden durch eine Kombination aus Buchstabe und Zahl angesprochen.

Es gibt 8 Linien (Spalten), die senkrecht von oben nach unten gehen. Diese 8 Linien werden von links nach rechts mit den Buchstaben a, b, c, d, e, f, g und h angesprochen.

Außerdem gibt es 8 Reihen (Zeilen), die waagrecht von links nach rechts gehen. Diese 8 Reihen werden von unten nach oben mit den Zahlen 1 bis 8 angesprochen.

Das Bild oben zeigt uns, wie die Linien und Reihen benannt sind.

Um eines der 64 Felder anzusprechen, schaut man einfach in welcher Linie und in welcher Reihe das Feld ist. Das Feld „a2“ ist zum Beispiel das Feld in Linie „a“ und Reihe „2“.

Grundstellung

Die weißen Bauern stehen also auf den Feldern a2, b2, c2 … bis h2. Der linke weiße Turm steht ganz unten links, also auf dem Feld a1. Der linke Springer steht auf b1, der Läufer auf c1.

Randnotiz:
Anfangs konnte ich mir nicht merken welche Figur neben dem Turm steht – Springer oder Läufer? Dann baute ich mir eine Eselsbrücke, nämlich „DSL = Durm, Springer, Läufer“ („Durm“ ist fränkisch für „Turm“ 😉 ). Seitdem weiß ich, dass neben dem Durm immer der Springer steht 🙂

Mit „DSL“ kannst du dir übrigens auch merken, dass beim Notieren von Schach die „Spalten“ als „Linien“ bezeichnet werden. 2 Fliegen mit einer Klappe 🙂

Hier steht die weiße Dame

Als nächstes kommt die weiße Dame auf dem Feld d1 – die Dame steht also auf der d-Linie – das mit den 2 „d“s kann man sich leicht merken finde ich.

Wenn auf einem „echten“ (nicht-digitalen) Schachbrett die Linien und Reihen nicht nummeriert sind, kann man sich einfach merken, dass die weiße Dame auf dem weißen Feld steht.

Wichtig dabei ist, dass man das Schachbrett aber nicht versehentlich um 90 Grad dreht. Das Schachbrett liegt immer dann richtig, wenn unten links ein schwarzes Feld ist.

Das gilt für beide Spieler – die Felder a1 (aus Sicht des weißen Spielers unten links) und h8 (oben rechts) müssen also schwarz sein.

Dass unten links ein schwarzes Feld ist, merke ich mir mit der Eselsbrücke „Kuli schreibt schwarz“ 🙂 Du kannst dir natürlich auch merken, dass unten rechts ein weißes Feld ist. Im Englischen gibt es dafür die Eselsbrücke „white on the right„.

Hier steht die schwarze Dame

Wichtig zu wissen: Die schwarze Dame steht auf dem Feld d8, also in der gleichen Linie wie die weiße Dame. Nähme man die Bauern vor der Dame jeweils weg, würden sich die Damen direkt gegenüber stehen.

Der Rest der Aufstellung ist easy: Rechts von der weißen Dame steht die wichtigste Figur im Schach: der König. Rechts vom König kommen Läufer, Springer und Turm.

Im zweiten Teil dieses Posts erkläre ich, wie man es notiert, wenn eine Figur gezogen bzw. geschlagen wird.

LG,
Stefan

PS: Wenn du Fragen zu diesem ersten Teil hast, dann schreibe einfach unten einen Kommentar.